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JUNI: HERZ-JESU-MONAT

08.06.2026 - Pfarre Puchberg - Michael Schmirl

Liebe ohne Maß!

Am 3. Freitag nach Pfingsten feiern wir das Herz-Jesu-Fest, und der ganze Monat ist dem heiligsten Herzen Jesu geweiht.

Der Ursprung der Verehrung des Herzens Jesu liegt in der Bibel: am Kreuz wird Jesu Herz von einer Lanze durchbohrt, und aus ihm  fließen Wasser und Blut- Symbole für Taufe und Eucharistie.

Das Herz Jesu ist ein lebendiges Bild der Liebe Gottes.

Die Andacht zum Herzen Jesu entwickelte sich schon in der Mystik des Mittelalters,  etwa bei Gertrud v. Helfta (1256-1302) oder Mechthild v. Magdeburg (1207-1282).

Bei Katharina v. Siena (1347-1380) wird die tiefe Vereinigung mit Christus deutlich durch ihren „Seelentausch“: Jesus erschien ihr, gab ihr sein Herz und bat sie um das ihre. (Vgl. Paulus, Gal. 2,20: „Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir“)

Im 17. Jh. bekam die Herz-Jesu.Verehrung einen neuen, großen Aufschwung durch die 4 großen Visionen der hl. Margareta Maria Alacoque (1647-1690), einer Nonne in Paray-le-Monial. Jesus zeigte ihr sein mit einer Dornenkrone umgebenes Herz und rief sie auf, ihn zu ehren und zu trösten, ganz Frankreich dem Herzen Jesu zu weihen und in Paris eine Kirche zu Ehren seines Herzens  zu bauen (die Sacré Cœur-Kirche auf dem Montmartre). Er verband mit der Verehrung 12 Verheißungen.

Etliche Priester waren  Verehrer des heiligsten Herzens (auch des Herzens Mariens): etwa

Franz von Sales (1567-1622), der als Mystiker des Herzens Jesu galt,  Jean Eudes (1601-1680), der 1672 das 1. Jesu-Fest feierte, Alfons Maria v. Liguori und vor allem Claude de la Colombière (1641-1682), der geistliche Begleiter von Margareta M. Alacoque, der sie bei der Einführung des Herz-Jesu-Festes unterstützte. In Österreich wurde die Herz-Jesu-Basilika in Hall i. Tirol erbaut.

Im 18. u. 19. Jh. verbreitete sich die Herz-Jesu.Verehrung in ganz Europa. Das Fest wurde 1725 für Polen, 1796 für Tirol (das einen Bund mit dem göttlichen Herzen schloss), und 1856 für die gesamte Kirche eingeführt.

Im 20. Jh.verkündete Sr. Faustyna die göttliche Barmherzigkeit, entsprechend ihrer Vision des segnenden Jesus, von dessen Herz intensiv leuchtende Strahlen in den Farben von Blut und Wasser ausgingen – als Sinnbild für die Liebe Gottes, die alles Böse in der Welt und in den Menschen übestrahlt und reinigt. Darunter die Worte: Jesus, auf dich vertraue ich.

Die 12 Verheißungen Jesu an die hl. Margareta Maria Alacoque:

Ich werde ihnen alle in ihrem Stande notwendigen Gnaden geben.

Ich werde ihren Familien den Frieden schenken.

Ich werde sie in allen ihren Leiden trösten.

Ich werde ihre sichere Zufluchtsstätte während ihres Lebens und besonders im Tode sein.

Ich werde überreichen Segen über alle ihre Unternehmungen ausgießen.

Die Sünder werden in meinem Herzen die Quelle und das unendliche Meer der Barmherzigkeit finden.

Die lauen Seelen werden eifrig werden.

Die eifrigen Seelen werden schnell zu großer Vollkommenheit gelangen.

Ich werde die Wohnungen segnen, in welchen das Bild meines heiligsten Herzens aufgestellt und verehrt wird.

Den Priestern will ich die Gabe verleihen, auch die verhärtesten Herzen zu rühren.

Die Namen aller, welche diese Andacht verbreiten, sollen in meinem Herzen eingeschrieben sein.

Dazu die „große Verheißung“:

Im Übermaß der Barmherzigkeit meines Herzens verspreche ich dir, dass meine allmächtige Liebe allen, die an den ersten Freitagen neun Monate nacheinander würdig (im Stand der heiligmachenden Gnade) die hl. Kommunion empfangen, die Gnade eines bußfertigen Endes gewährt wird, so dass sie nicht ohne Empfang der heiligen Sakramente sterben werden; mein Herz wird in dieser letzten Stunde ihre sichere Zuflucht sein.

Monika Pauer

Erntedankfest in der Pfarre Grünbach

12.10.2025 - Schneebergpfarren - Michael Schmirl

Am 12. Oktober fand in der Pfarre Grünbach das Erntedankfest statt. Fotos finden Sie hier.  

Minifest 2025

01.10.2025 - Pfarre Puchberg - Michael Schmirl

Am 27. September wurde in der Pfarre Sieding ein Fest für Ministranten aus mehreren Pfarren des Dekanats gefeiert. 

Fotos finden Sie hier.

Fußwallfahrt nach Maria Kirchbüchl - Hochamt Maria Geburt – Maria Kirchbüchl

08.09.2025 - Schneebergpfarren - Michael Schmirl

Am 8. September fand die Fußwallfahrt nach Maria Kirchbüchl zum Hochamt Maria Geburt statt. 
Fotos finden Sie hier.

HL. CHRISTOPHORUS

21.07.2025 - Pfarre Puchberg - Michael Schmirl

Die röm.-kath. Kirche feiert am 25. Juli den Gedenktag eines ihrer großen Heiligen des HL. Christophorus.
Er ist einer der 14 Nothelfer und wird meist als Riese mit einem Stab und dem Jesukind auf den Schultern dargestellt.

Um seine Person ranken sich eine Menge an Erzählungen und Legenden, belegbare Einzelheiten aus dem Leben sind schwer zu finden.

Die bekannteste Legende, speziell im süddeutschen und österreichischen Raum weit verbreitet ist, kurzgefasst, folgende Legende:

Christophorus, der ursprünglich Offerus oder Reprobus hieß, kam in den Sinn, den mächtigsten König der Welt zu suchen und sollte er finden, würde er bei diesem bleiben. Nach mehrmaligem Scheitern und vergeblicher Suche, begegnete er einem Eremiten, der ihn Gott näherbrachte. Er forderte Offerus auf, anstelle eines Fährmannes, Reisende über einen Fluss zu bringen, so die Legende.

Eines Tages trug er ein kleines Kind über den Fluss. In der Mitte des Gewässers wurde das Kind so schwer, dass Offerus kaum mehr weiterkonnte, „als ob die gesamte Last der Welt zu tragen wäre“. Endlich am anderen Ufer angekommen, offenbarte sich das Kind als Jesus Christus und gab ihm den Namen CHRISTofferus. „Du hast mehr als alle Welt auf deinen Schulten getragen, den, der Himmel und Erde erschaffen hat.“ Damit Du siehst, dass ich die Wahrheit spreche, nimm deinen Stab und stecke ihn neben deiner Hütte in die Erde, er wird morgen blühen und Frucht tragen.

Das Kind verschwand vor seinen Augen, Christophorus pflanzte seinen Stab in die Erde, am nächsten Morgen trug der Stab Blätter und Früchte.

Christophorus gilt als Patron der Seeleute, Reisenden, Kraftfahrer und Luftschiffer.
Weithin bekannt sind die die Autoplanketten und Schlüsselanhänger mit Christophorus und dem Jesukind auf seinen Schultern?

Christophorus wird auch in anderen Kirchen (evangelisch, orthodox, koptisch) verehrt, in den Ostkirchen wird er häufig als Riese mit einem Hundskopf dargestellt, wie Ikonen beweisen.

Brauchtum:  Der am weitesten verbreitete Brauch ist das Mitführen einer Christophorus- Medaille im Fahrzeug oder das Tragen einer solcher Medaille an der Halskette. Häufig werden in katholischen und orthodoxen Gegenden  am Gedenktag des Heiligen Fahrzeuge gesegnet. Die erste fand 1928 in St. Christophen im Wienerwald statt, seither gilt der Ort als „Wallfahrtsort der Kraftfahrer Österreichs“

August Kudas